Graffiti

 

Ursprungsmythos des Graffiti ist TAKI 183, ein Botenjunge aus New York, der Anfang der 1970er bei seinen Botengängen seinen Spitznamen in ganz New York an die Wände schrieb. Er gilt als Vater des sog. taggen und bomben, da er schnell Nachahmer fand und sich die Subkultur der Writer bildete.Zunächst schrieben die Writer viel mit Filzstiften – etwa 1973 entdeckten sie die Spraydosen für sich. Nach und nach entwickelten sich verschiedene Stile – Styles – die sogar einzelnen Sprayern zugeordnet werden können. PHASE II führte den Bubble Style ein (siehe unten), PRIEST 167 und PISTOL I benutzten als erste 3D-Effekte. Graffiti wird häufig in Verbindung mit der HipHop Kultur gebracht und es ist auch eines der integralen Bestandteile der Hip-Hop-Kultur (die sogenannten vier Elemente) und steht neben Rap (Mcing), DJing, B-Boying (Breakdance).

Mit der Ausbreitung des Graffiti wandten sich die entstehenden Crews schnell den U-Bahn-Zügen in New York zu, und als Anfang der 1980er auch Deutschland besprüht wurde, waren sie Öffentlichen Verkehrsmittel beliebte Fläche für die Sprayer.

Da die Sichtbarkeit und der damit einhergehende fame sehr wichtig werden in der Szene sind mobile Träger bevorzugt. Das heißt aber auch dass die meisten Grafftits illegal sind. Vor allem Tags an öffentlichen Orten, S-Bahn Besprühung, und alles, bei dem der Vorwurf des Vandalismus angebracht werden kann. Inzwischen stellen aber viele Städte Orte zur Verfügung, an denen sich die Sprayer austoben dürfen.

Ganz legal arbeiten können die Künstler der Aerosol-Art,  eigentlich schlicht Graffiti auf Leinwänden. Diese Sprayer werden häufig in der Szene kritisch betrachtet, da sie ihre Kunst verkaufen und zu einem Teil des kommerziellen Kunstmarktes geworden sind.

Formen des Graffiti:

– TAG: Ein Tag ist die Signatur eines Writers. Es entspricht dem „Ich war hier“ und findet sich fast überall im urbanen Raum. Selten ist ein Tag länger als 5 Buchstaben oder Zahlen und häufig ist es eher schlicht und daher schnell gemacht. Tags sind die am häufigsten mit Vandalismus assoziierten Spielarten des Graffiti. Im deutschsprachigen Raum ist der bekannteste Tagger SPECTER.

– Bombings: Das Bombing funktioniert eigentlich ähnlich wie der Tag, ist aber in der Regel zweifarbig gesprayt. Wichtig ist, dass der Faktor seinen Namen an einem illegalen Ort zu hinterlassen, hier noch wichtiger ist als beim Taggen.

– Pieces: Ein Piece ist ein aufwändige gesprühtes (großflächiges) Graffiti. Hier sind vor allem der eigene Style und ein gewisser künstlerischer Anspruch wichtig. Daher sind pieces auch die noch am ehesten von der Bevölkerung als Kunst anerkannten Formen des Graffiti. Häufig bestehen sie aus einer Mischung von Buchstaben, Figuren und abstrakten Flächen, die als Gesamtbild im Idealfall harmonieren.

Eure Graffitis:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Graffiti in Potsdam. Eine ganze Fotoreihe von Anna Ritter gibt es hier zu sehen.

Eine Antwort zu “Graffiti”

Trackbacks/Pingbacks

  1. Bauzaun in Potsdam « AKKU - Oktober 10, 2012

    […] Graffiti […]

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