[kʊlˈtuːɐ̯]

Kul•tur [kʊlˈtuːɐ̯], Plural: Kul•tu•ren

„Aufzuspüren, woher einer seine Kultur habe“, sagt Goethe, sei „sehr lächerlich und man könnte ebenso gut einen wohlgenährten Mann nach den Ochsen, Schafen und Schweinen fragen, die er gegessen hat und die ihm Kräfte gegeben.“

Nicht ohne Hintergedanken muss Goethes Vergleich als Einleitung herhalten, denn schon im Ursprung des Wortes Kultur steckt die Natur. Der Begriff Kultur leitet sich ab von lat. cultura und bezieht sich auf den Ackerbau und die Pflege des Bodens. Die erste metaphorische Verwendung des Wortes taucht bei Cicero auf, wenn er im bildlichen Vergleich mit dem  Ackerbau von der cultura animi, der Pflege des Geistes, spricht.
Unser heutiger Kulturbegriff zeichnet sich durch seine Bandbreite aus. Wir sprechen von Kulturpolitik, Kulturphilosophie, Kulturbewusstsein, Kulturkreisen, Kulturnationen, von Subkultur, Geisteskultur, Massenkultur, Industriekultur, Bodenkultur und streiten über Leitkultur.

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