Sonntagswissen

11 Okt

Der 4. deutsche Bundeskanzler Willy Brandt hieß eigentlich Herbert Frahm. Über die Sozialistische Arbeiter-Jugend kam der 16-Jährige Frahm zur SPD, brach aber recht schnell mit ihr und schloss sich 1931, ein Jahr später, der Sozialistischen Arbeiterpartei (SAPD) an. 1933 wurde diese durch die Nationalsozialisten verboten. Frahm emigrierte nach Oslo, wo er sich unter dem Decknamen/„Kampfnamen“ Willy Brandt gegen das Naziregime engagierte. Er war darüber hinaus für mehrere norwegische Zeitungen Berichterstatter im Spanischen Bürgerkrieg. 1938 wurde er von den Nazis ausgebürgert und nahm die norwegische Staatsbürgerschaft an. Durch die deutsche Besetzung Norwegens floh Brandt 1940 nach Schweden. Dort gründete er zusammen mit zwei schwedischen Journalisten eine schwedisch-norwegische Presseagentur. 1945 nach Kriegsende kehrte Brandt als Korrespondent für skandinavische Zeitungen nach Deutschland zurück. 1948 wurde er wieder eingebürgert. Drei Jahre später ließ er seinen Namen offiziell in Willy Brandt ändern. Dann wiederum ein Jahr später, 1949, wurde er als SPD-Abgeordneter in den Deutschen Bundestag gewählt und schließlich 1969 zum Bundeskanzler.

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