Sonntagswissen

8 Nov

Sonntagswissen: Maultaschen sind Taschen aus Nudelteig, in denen eine Grundfüllung aus Brät, Spinat, Zwiebeln und aufgeweichten Brötchen ist. Stellenweise werden Maultaschen auch als „Herrgottsbscheißerle“bezeichnet. Eine Legende besagt, dass dieses Wort daher stammt, dass die Mönche des Klosters Maulbronn in der Fastenzeit das Fleisch vor dem lieben Herrgott in den Maultaschen versteckt und dann doch trotz Fastenzeit gegessen haben.

Advertisements

Sonntagswissen

1 Nov

Sonntagswissen: Mit den zwei ähnlich klingenden Wörter „scheinbar“ und „anscheinend“ drücken wir unterschiedliche Dinge aus. Wenn das „Problem scheinbar behoben“ ist, gibt es das Problem nämlich immer noch. Wenn das „Problem anscheinend behoben“ ist, deutet hingegen alles darauf hin, dass das Problem tatsächlich behoben ist. Scheinbar sollte man also dann verwenden, wenn man schon weiß, dass etwas in Wirklichkeit anders ist („er ist scheinbar ein guter Politiker“) – es scheint eben nur so, ist aber tatsächlich anders.

Sonntagswissen

25 Okt

Sonntagswissen: Wer hat an der Uhr gedreht…? Venezuela hat sich Ende 2007 was ganz Besonderes in Punkto Zeitzone überlegt, denn dort ist es nicht so viel Uhr wie in anderen lateinamerikanischen Staaten. Wenn es im englischen Greenwich 12h mittags ist, müsste es in Venezuela eigentlich 8 Uhr morgens sein (-4h). Präsident Hugo Chávez hat aber dafür gesorgt, dass es stattdessen 07:30 (-4:30h) ist. Damit hat Venezuela keine gemeinsame Zeitzone mit den USA mehr – und hat seine ganz eigene Uhrzeit, die VST – Venezuelan Standard Time (UTC-4:30).

Sonntagswissen

18 Okt

Sonntagswissen: „Zeitgleich“ ist nicht „gleichzeitig“. Wenn etwas zeitgleich passiert, sprechen wir nur über die Dauer eines Ereignisses, aber nichts über den Zeitpunkt seines Eintritts. Wenn zwei Sprinter zeitgleich im Ziel eintreffen, können sie an unterschiedlichen Tagen die Ziellinie überquert haben. Zeitgleich bedeutet lediglich, dass die Sprinter für die Strecke exakt die selbe Zeit benötigt haben.

Sonntagswissen

11 Okt

Der 4. deutsche Bundeskanzler Willy Brandt hieß eigentlich Herbert Frahm. Über die Sozialistische Arbeiter-Jugend kam der 16-Jährige Frahm zur SPD, brach aber recht schnell mit ihr und schloss sich 1931, ein Jahr später, der Sozialistischen Arbeiterpartei (SAPD) an. 1933 wurde diese durch die Nationalsozialisten verboten. Frahm emigrierte nach Oslo, wo er sich unter dem Decknamen/„Kampfnamen“ Willy Brandt gegen das Naziregime engagierte. Er war darüber hinaus für mehrere norwegische Zeitungen Berichterstatter im Spanischen Bürgerkrieg. 1938 wurde er von den Nazis ausgebürgert und nahm die norwegische Staatsbürgerschaft an. Durch die deutsche Besetzung Norwegens floh Brandt 1940 nach Schweden. Dort gründete er zusammen mit zwei schwedischen Journalisten eine schwedisch-norwegische Presseagentur. 1945 nach Kriegsende kehrte Brandt als Korrespondent für skandinavische Zeitungen nach Deutschland zurück. 1948 wurde er wieder eingebürgert. Drei Jahre später ließ er seinen Namen offiziell in Willy Brandt ändern. Dann wiederum ein Jahr später, 1949, wurde er als SPD-Abgeordneter in den Deutschen Bundestag gewählt und schließlich 1969 zum Bundeskanzler.

Sonntagswissen

27 Sep

Die Abkürzung „WC“ für das stille Örtchen stammt vom englischen „water closet“. Dass zumindest auf deutschen öffentlichen Toilettentüren auch mal „00“ steht, kommt daher, dass die Toilette früher in Hotels in der Regel in der Nähe des Aufzugs oder Treppenhauses war. Da dort die Nummerierung der Zimmer begann, erhielt das WC die 0 oder 00.

Sonntagswissen

20 Sep

Sonntagswissen: Die Daumen hoch Geste wird fast auf der ganzen Welt verstanden. Sie heißt so viel wie „Alles OK“ oder auch „Das gefällt mir“. Die Geste geht vermutlich auf die Gladiatorenkämpfe zurück. Hatte ein Gladiator besonders gut gekämpft, entschieden die Zuschauer (oder der Kaiser), ob dem Kämpfer das Leben geschenkt wurde oder eben nicht. Die Entscheidung wurde per Handzeichen angezeigt. Der nach oben gerichtete Daumen verbildlichte vermutlich das nach oben gerichtete Schwert. Dementsprechend führte der nach oben gerichtete Daumen in dem damaligen Fall zum Tod und nicht zum Leben des Gladiators. Um für das Leben des Gladiators zu stimmen wurde der Daumen mit den Fingern umschlossen. Das symbolisierte das weggesteckte Schwert. Wie der Übersetzungsfehler, dass der „Daumen hoch“ die positive Bedeutung bekam, ist nicht geklärt. Eine Theorie ist, dass Historienmaler im 19. Jahrhundert die Gesten falsch gedeutet haben und dann in ihren Gemälden „falschrum“ festhielten. Den nach unten zeigenden Daumen interpretierten die Maler als Abwertung. Dementsprechend wurde die entgegengesetzte Richtung (der nach oben gestreckte Daumen) zum Positiven „Verschont sein Leben“.