Sonntagswissen

8 Nov

Sonntagswissen: Maultaschen sind Taschen aus Nudelteig, in denen eine Grundfüllung aus Brät, Spinat, Zwiebeln und aufgeweichten Brötchen ist. Stellenweise werden Maultaschen auch als „Herrgottsbscheißerle“bezeichnet. Eine Legende besagt, dass dieses Wort daher stammt, dass die Mönche des Klosters Maulbronn in der Fastenzeit das Fleisch vor dem lieben Herrgott in den Maultaschen versteckt und dann doch trotz Fastenzeit gegessen haben.

Sonntagswissen

1 Nov

Sonntagswissen: Mit den zwei ähnlich klingenden Wörter „scheinbar“ und „anscheinend“ drücken wir unterschiedliche Dinge aus. Wenn das „Problem scheinbar behoben“ ist, gibt es das Problem nämlich immer noch. Wenn das „Problem anscheinend behoben“ ist, deutet hingegen alles darauf hin, dass das Problem tatsächlich behoben ist. Scheinbar sollte man also dann verwenden, wenn man schon weiß, dass etwas in Wirklichkeit anders ist („er ist scheinbar ein guter Politiker“) – es scheint eben nur so, ist aber tatsächlich anders.

Sonntagswissen

25 Okt

Sonntagswissen: Wer hat an der Uhr gedreht…? Venezuela hat sich Ende 2007 was ganz Besonderes in Punkto Zeitzone überlegt, denn dort ist es nicht so viel Uhr wie in anderen lateinamerikanischen Staaten. Wenn es im englischen Greenwich 12h mittags ist, müsste es in Venezuela eigentlich 8 Uhr morgens sein (-4h). Präsident Hugo Chávez hat aber dafür gesorgt, dass es stattdessen 07:30 (-4:30h) ist. Damit hat Venezuela keine gemeinsame Zeitzone mit den USA mehr – und hat seine ganz eigene Uhrzeit, die VST – Venezuelan Standard Time (UTC-4:30).

Sonntagswissen

18 Okt

Sonntagswissen: „Zeitgleich“ ist nicht „gleichzeitig“. Wenn etwas zeitgleich passiert, sprechen wir nur über die Dauer eines Ereignisses, aber nichts über den Zeitpunkt seines Eintritts. Wenn zwei Sprinter zeitgleich im Ziel eintreffen, können sie an unterschiedlichen Tagen die Ziellinie überquert haben. Zeitgleich bedeutet lediglich, dass die Sprinter für die Strecke exakt die selbe Zeit benötigt haben.

Sonntagswissen

11 Okt

Der 4. deutsche Bundeskanzler Willy Brandt hieß eigentlich Herbert Frahm. Über die Sozialistische Arbeiter-Jugend kam der 16-Jährige Frahm zur SPD, brach aber recht schnell mit ihr und schloss sich 1931, ein Jahr später, der Sozialistischen Arbeiterpartei (SAPD) an. 1933 wurde diese durch die Nationalsozialisten verboten. Frahm emigrierte nach Oslo, wo er sich unter dem Decknamen/„Kampfnamen“ Willy Brandt gegen das Naziregime engagierte. Er war darüber hinaus für mehrere norwegische Zeitungen Berichterstatter im Spanischen Bürgerkrieg. 1938 wurde er von den Nazis ausgebürgert und nahm die norwegische Staatsbürgerschaft an. Durch die deutsche Besetzung Norwegens floh Brandt 1940 nach Schweden. Dort gründete er zusammen mit zwei schwedischen Journalisten eine schwedisch-norwegische Presseagentur. 1945 nach Kriegsende kehrte Brandt als Korrespondent für skandinavische Zeitungen nach Deutschland zurück. 1948 wurde er wieder eingebürgert. Drei Jahre später ließ er seinen Namen offiziell in Willy Brandt ändern. Dann wiederum ein Jahr später, 1949, wurde er als SPD-Abgeordneter in den Deutschen Bundestag gewählt und schließlich 1969 zum Bundeskanzler.

Sonntagswissen

27 Sep

Die Abkürzung „WC“ für das stille Örtchen stammt vom englischen „water closet“. Dass zumindest auf deutschen öffentlichen Toilettentüren auch mal „00“ steht, kommt daher, dass die Toilette früher in Hotels in der Regel in der Nähe des Aufzugs oder Treppenhauses war. Da dort die Nummerierung der Zimmer begann, erhielt das WC die 0 oder 00.

Sonntagswissen

20 Sep

Sonntagswissen: Die Daumen hoch Geste wird fast auf der ganzen Welt verstanden. Sie heißt so viel wie „Alles OK“ oder auch „Das gefällt mir“. Die Geste geht vermutlich auf die Gladiatorenkämpfe zurück. Hatte ein Gladiator besonders gut gekämpft, entschieden die Zuschauer (oder der Kaiser), ob dem Kämpfer das Leben geschenkt wurde oder eben nicht. Die Entscheidung wurde per Handzeichen angezeigt. Der nach oben gerichtete Daumen verbildlichte vermutlich das nach oben gerichtete Schwert. Dementsprechend führte der nach oben gerichtete Daumen in dem damaligen Fall zum Tod und nicht zum Leben des Gladiators. Um für das Leben des Gladiators zu stimmen wurde der Daumen mit den Fingern umschlossen. Das symbolisierte das weggesteckte Schwert. Wie der Übersetzungsfehler, dass der „Daumen hoch“ die positive Bedeutung bekam, ist nicht geklärt. Eine Theorie ist, dass Historienmaler im 19. Jahrhundert die Gesten falsch gedeutet haben und dann in ihren Gemälden „falschrum“ festhielten. Den nach unten zeigenden Daumen interpretierten die Maler als Abwertung. Dementsprechend wurde die entgegengesetzte Richtung (der nach oben gestreckte Daumen) zum Positiven „Verschont sein Leben“.

Sonntagswissen

13 Sep

Ein Schüttelreim ist eine Sonderform des Doppelreims. Die Anfangskonsonanten von zwei oder mehreren reimenden Silben oder Wörtern eines Reimpaars werden zu einem neuen Sinn zusammengefügt. Dadurch entsteht meist ein witziger oder überraschender Zweizeiler. Im Beispiel werden die Konsonanten k und sch vertauscht:
Es klapperten die Klapperschlangen,
bis ihre Klappern schlapper klangen.

Sonntagswissen

6 Sep

Sonntagswissen: Das Wort „Markise“ stammt vom französischen Adelstitel der „Marquise“, also der Ehefrau eines Markgrafen oder Herzogs, ab. Seit dem 18. Jahrhundert wird der Begriff in der Soldaten- und Seemannssprache verwendet, um ein Vordach an den Offizierszelten oder auf dem Achterdeck zu bezeichnen. Zelte mit Markisen signalisierten „Hier wohnt wer Höheres“.

Sonntagswissen

30 Aug

Sonntagswissen: 20 ist die Gotteszahl. Warum? Der Rubik’s Cube (dieser bunte Zauberwürfel) erlaubt 43 Trillionen Kombinationen. Die „20“ ist die Antwort auf die Frage, wie viele Drehungen notwendig sind, um jede erdenkliche Position des Würfels zu lösen. Die Methode, von einer beliebigen Stellung aus den kürzesten Lösungsweg zu finden, wird dementsprechend passend als Gottes-Algorithmus bezeichnet.  http://www.zeit.de/wissen/2010-08/rubik-zauberwuerfel-mathematik

Sonntagswissen

23 Aug

Sonntagswissen: An sich kann man sich bei jedem Fingernamen einen Reim darauf machen: Der Zeigefinger heißt so, weil man mit ihm zeigt. Der Mittelfinger ist nun mal in der Mitte. Der Ringfinger wird zum Ringtragen benutzt und der kleine Finger ist der kleinste der fünf Finger. Wie kommt aber der Daumen zu seinem Namen? Bei den alten Germanen hieß er noch „Dume“ oder „Dumo“. Das bedeutet so viel wie „der Dicke“ oder „der Starke“. Von den Fingern ist er tatsächlich der dickste und stärkste. Aus Dumo ist dann über die Jahrhunderte unser heutiges Wort „Daumen“ geworden.


 

Sonntagswissen

16 Aug

Da die Weibchen der Breitfußbeutelmaus nur einige Tage im Jahr empfangsbereit sind, sind das die Tage, an denen sich ihre männlichen Pendants wirklich ranhalten müssen. Sie paaren sich 12-14 Stunden lang mit so vielen weiblichen Mäusen wie möglich. Die Männchen sind in den Tagen so auf die Reproduktion fixiert, dass ihr Testosteron-Spiegel zur sintflutartigen Ausschüttung von Stresshormonen führt. Das wiederum hat häufig den Zusammenbruch des Immunsystems zur Folge, was nicht selten tödlich ausgeht.

Sonntagswissen

9 Aug

Wenn wir z.B. von einer Mücke gestochen worden sind, juckt es uns an der Stelle. Kratzen hilft  aus dem einfachen Grund, dass Schmerzimpulse schneller ans Rückenmark geleitet werden als Juckreize. Wir übertrumpfen den Juckreiz mit dem Kratzen also durch Schmerzreiz.

Sonntagswissen

2 Aug

Sonntagswissen: Weintrauben vermehren sich normalerweise über befruchtete Samen. Kernlose Trauben wurden gezüchtet, weil wir sie lieber als kernige Trauben essen. Kernlose Trauben können sich allerdings auch nicht auf die ursprüngliche Art und Weise vermehren. Um eine neue kernlose Weinrebe zu erhalten, wird ein Steckling genommen. Von einer Rebe in Winterruhe wird also ein verholzter Trieb abgeschnitten. Dieser kommt auf den Wurzelstock eines anderen Triebstocks und die Schnittstelle wird mit Baumwachs verpropft. Diese geklonte Originalrebe wächst bei Sonnenschein und Wasser zu einem Rebstock mit Weintrauben ohne Kerne heran.

Sonntagswissen

26 Jul

Sonntagswissen: Passend zur Grillsaison hier die Antwort auf die Frage warum Würstchen platzen. Wenn man ein Würstchen zu heiß kocht und der Würstchen-Inhalt zu sieden beginnt, entwickeln sich Gase, die den Innendruck der Wurst ansteigen lassen. Die Pelle platzt der Länge nach auf. Erklärbar ist das mit der Kesselformel aus der Physik. Die Kesselformel gibt an, wie sich Spannungen in einer Wand eines zylindrischen Rohrs verteilen. Der Innendruck verteilt sich zwar gleichmäßig auf die gesamte Pelle, aber die Zugkraft in Längsrichtung und in Querrichtung ist tatsächlich unterschiedlich. Die Spannung in der Wursthaut ist in der Querrichtung doppelt so hoch wie in der Längsrichtung Wen die dahinterstehenden Formeln interessieren, dem sei der Link zur Wurstakademie empfohlen: http://www.wurstakademie.com/warum-platzt-die-wurst-immer-der-laenge-nach/

Sonntagswissen

19 Jul

Das Wort „Choleriker“ geht auf das griechische Wort cholerikós zurück, was so viel wie „gallig“ heißt. Der griechisch-römische Arzt Galenus (129-199) verschrieb sich der  Säfte- und Temperamentenlehre. Er teilte die Menschen in vier Gruppen ein – je nach dem vorherrschenden Körpersaft. Einen eher nachdenklich-introvertierten Menschen schreibt Galenus vor allen Dingen schwarze Gallenflüssigkeit zu, dem schwerfälligen Phlegmatiker der Schleim, dem aktiv-extrovertierten Menschen das Blut. Beim Choleriker sorgt laut Galenus die gelbe Gallenflüssigkeit für die leichte Reizbarkeit. Im Gegensatz zur Säftelehre haben sich die Begriffe bis heute gehalten.

Sonntagswissen

12 Jul

Sonntagswissen: Schulanfänger müssen so manchen Spitznamen ertragen. Immerhin können sie alle i-Dötzchen geschimpft werden. Die Bezeichnung i-Dötzchen stammt aus dem Rheinland. Dort wird ein kleines Kind als „Dotz“ oder „Dötzken“ bezeichnet. Da früher in der Schule meist zuerst das i als erster Buchstabe für die Schreibschrift beigebracht wurde, etablierte sich der Name i-Dötzchen.

Sonntagswissen

5 Jul
Sonntagswissen: Waldmeister gehört zu den Labkräutern und wird als Heil- und Würzpflanze beispielsweise für Wackelpudding oder Korn verwendet. Die Pflanze wächst in Laubwäldern und kann bis zu 50 cm hoch werden. Neben Vitamin C enthält Waldmeister den Stoff Cumarin, der für den typischen Geruch (des getrockneten Krauts) verantwortlich ist. In kleineren Mengen kann Cumarin gegen Krämpfe und zur Beruhigung eingesetzt werden. Zu hoch dosiert kann es allerdings u.a. Kopfschmerzen verursachen. https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0/09/Asperula_odorata_a1.jpg

Sonntagswissen

28 Jun

Sonntagswissen: Im „Sachsenspiegel“, einem bedeutenden deutschen Rechtsbuch des Mittelalters hieß die heutige Redensart „Wer zuerst kommt mahlt zuerst“ noch „Die ok irst to der molen kumt, die sal erst malen“. Um ihr Getreide mahlen zu lassen, mussten die Bauern sich früher an den Mühlen anstellen. Es galt allerdings nur bei den „Kundenmühlen“, dass der, der zuerst kam, auch als erster bedient wurde. Bei den „Herrenmühlen“ hatte der Fürst Vorrang.

Sonntagswissen

21 Jun
Sonntagswissen: Als Neu-Düsseldorferin lernt man zuerst mal Stadtteil-Namen. Dabei reicht es in Düsseldorf auch schon nur den „Ureinwohnern“ zuzuhören. Nach dem Düsseldorfer Stadtteil Benrath verläuft nämlich die Benrather Linie (oder auch maken-machen-Linie, siehe Bild). Sie trennt die niederdeutschen Dialekte im Norden von den mittel- und oberdeutschen Dialekten im Süden. Merken kann man das an der zweiten Lautverschiebung, die nur im Süden der Linie stattgefunden hat. Das ist auch das Merkmal, das das Deutsche vom Englischen und Niederländischen unterscheidet. So wurde in zahlreichen Wörtern südlich der Benrather Linie aus dem „d“ ein „t“ oder aus „p“ ein „pf“ oder „f“. Konkret: In Hannover spricht man nach der zweiten Lautverschiebung immer noch vom „Dag“, in Frankfurt/Main aber vom „Tag“. Im Vergleich mit dem Englischen sieht man die Lautverschiebung im Vergleich von daughter und Tochter oder im Lateinischen von pater zu Vater.
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/19/Benrather_und_Speyerer_Linie.png

Sonntagswissen

14 Jun

Sonntagswissen: Die Stadt Münster verdankt ihren Namen dem ortsansässigen Kloster (lat. monasterium). Im 19. Jahrhundert wurde in Münster neben deutsch auch Masematte gesprochen. Dieser Soziolekt entwickelte sich u.a. aus jiddisch und slawischen Sprachen und diente vorrangig zum Handeln. Vielleicht kennt ihr das ein oder andere Masematte-Wort: jovel (gut), Fleppe (Führerschein), Fluppe (Zigarette), Fusel (Schnaps).

Sonntagswissen

7 Jun

Sonntagswissen: Die erste Lokomotive in der Geschichte der deutschen Eisenbahn war der Adler. Ihre Jungfernfahrt 1835 war zwischen Nürnberg und Fürth. Für die 6km benötigte die Lok fast 10 Minuten, immerhin kamen aber gut 200 Gäste heil ans Ziel. Die Adler fuhr nicht so häufig, weil die Kosten für die importierte Steinkohle zu hoch waren. Nur in der Mittagszeit kam sie zum Einsatz. Zu den anderen Zeiten wurden die Waggons von Pferden gezogen. Im DB Museum in Nürnberg gibt es einen Nachbau der Lok. 

Sonntagswissen

31 Mai

Heute gibt’s mal wieder schönes Redewendungswissen. Caesar und der römische Feldherr Gnaeus Pompeius waren sich ja nun nicht so ganz grün. Nachdem der römische Senat und Pompeius von Caesar verlangten, seinen Posten als Statthalter in Gallien und Illyrien abzugeben und sein gewaltiges Heer aufzulösen, überschritt Caesar mit dem berühmten Satz „Alea iacta est“ (Die Würfel sind gefallen) mit seinen Soldaten den Rubikon (das war der Grenzfluss zwischen der römischen Provinz Gallia cisalpina und dem römischen Stammland). Der dann folgende Bürgerkrieg ging zu Caesars Gunsten aus. Die Redewendung „den Rubikon überschreiten“ ist also an die römische Historie angelehnt und wird verwendet, um einen entscheidenden, nicht mehr rückgängig zu machenden riskanten Schritt zu beschreiben.

Sonntagswissen

24 Mai

Sonntagswissen: Im Film „Alien“ von Ridley Scott kämpfen Menschen gegen Monster mit mehreren paar Kiefern, welche auch aus ihrem Maul herausfahren können. Was abgespacet klingt, gibt es tatsächlich in der Natur. Muränen besitzen ein zweites paar Kiefern, das sie mit Hilfe von Muskeln ein Stück aus dem Mund fahren können. Damit können sie ihre Beute besser halten. http://www.terra-typica.ch/typo3temp/pics/ba825e6962.png

Sonntagswissen

17 Mai

Sonntagswissen: Auch wenn wenige von uns noch die gute ausgedruckte Fernsehzeitung zu Hause rumliegen haben: wir wissen, es gibt ein regelmäßiges Fernsehprogramm. Das war nicht immer so. In der BRD begann das erste regelmäßige Fernsehprogramm 1952. Der damalige Intendant des Nordwestdeutschen Rundfunks, Werner Pleister, begrüßte am 1. Weihnachtsfeiertag die nur etwas mehr als 10.000 Fernsehbesitzer. Da die technische Reichweite noch in den Kinderschuhen steckte, gehörten zuerst nur Kölner und Hannoveraner zu denjenigen, die das regelmäßige Fernsehprogramm überhaupt empfangen konnten. Alles Gesendete musste übrigens live sein, weil es noch keine Aufzeichnungsmöglichkeit gab.

Sonntagswissen

3 Mai

Sonntagswissen: Wasa ist nicht nur Knäckebrot, sondern war als schwedische Flotte mal der ganze Stolz von König Gustav II. Adolf. Die Wasa sank blöderweise nur schon direkt bei ihrer Jungfernfahrt, was sie nicht weniger berühmt machte. Wie kams dazu? Nachdem der schwedische König möglichst schnell ein neues Kriegsschiff brauchte, um Schwedens Kampfkraft im 30-jährigen Krieg zu demonstrieren, ordnete er zusätzlich an, dass das Holzschiff zwei Geschützdecks haben müsse. Die beiden Decks hatten allerdings Auswirkungen auf die Stabilität, sodass die Wasa bei ihrer Jungfernfahrt 1628 nach nur knapp einem Kilometer im Hafen von Stockholm endete. Damit die ganze Arbeit nicht umsonst war, wurde die Original-Wasa restauriert und steht im Stockholmer Wasa-Museum.

Sonntagswissen

26 Apr

Sonntagswissen: Polier ist die Berufsbezeichnung für den Leiter einer Baustelle oder eines Baustellenabschnitts. Er ist für die technische Ausführung verantwortlich und dementsprechend weisungsbefugt. Die Berufsbezeichnung Polier geht auf das französische „parler“ (sprechen) zurück. Das hat den Hintergrund, dass der Polier die Funktion des Ansprechpartners hat. Er ist beispielsweise Ansprechpartner für die Handwerker für technische Fragen, aber auch für Bauherren und Planer. Sein Büro ist meist ein Baucontainer.

Sonntagswissen

19 Apr

Sonntagswissen: Wer reine Baumwolle nur mit Textilien verbindet, denkt zu wenig ans Geld ;) Das Papier für Geldscheine wird nämlich ebenfalls aus reiner Baumwolle hergestellt. Spätestens nach dem Schöpfprozess ist es aber mit der reinen Baumwolle vorbei, weil der Pampe dann fluoreszierende Fasern dazugegeben werden. Ihr Zweck ist das Leuchten unter ultraviolettem Licht. Ein weiteres Merkmal sind die Sicherheitsfäden, die dann eingearbeitet werden, bevor es zum maschinellen Schöpfen geht. Um zum legalen Geldschein zu werden, müssen noch Wasserzeichen eingeprägt werden und jede Banknote mit einer Nummernkennung versehen werden.

Sonntagswissen

12 Apr

Sonntagswissen: WD-40 ist ein Kriechöl, das zum Beispiel als Korrosionsschutz eingesetzt wird. 1953 entwickelte Norm Larsen das Mittel und benötigte dafür gerade mal 40 Versuche. WD-40 ist ohne Scherz die Abkürzung für water displacement perfected on the 40th try.

Sonntagswissen

5 Apr

Sonntagswissen: Ghee wird in der ayurverdischen Küche eingesetzt. Das Butterfett hat wohl einen nussigen Geschmack und soll auch sonst ganz gesund sein. Zumindest wird es auch gegen Augenreizungen, Hautproblemen, Heuschnupfen und Entzündungen eingesetzt. Wer sein eigenes Ghee herstellen will, kann z.B. 1 kg Butter langsam erhitzen bis es kocht und dann die Eiweiß- und Milchzuckeranteile abschöpfen. Wenn der Eiweiß- und Milchzuckerschaum nach ca. 20 Minuten komplett weggeschöpft ist, kein Wasserdampf mehr aufsteigt, seiht man das Fett durch ein Leinentuch in einen dunklen, verschließbaren Behälter ab. Nach einigen Stunden ist das Gelee fest und hält monatelang. Yammi.

Sonntagswissen

29 Mrz

Sonntagswissen: Wenn etwas „von echtem Schrot und Korn“ ist, kann man sich auf seine Qualität verlassen. Die Redensart hat nichts mit Schießen zu tun, sondern stattdessen mit dem Münzwesen. Im Mitteldeutschen wurde als „Schrot“ ein exakt vermessenes Stück Metall bezeichnet, aus dem eine Münze hergestellt wurde. Mit der alten Feinmaßeinheit Korn wurde der Edelmetallgehalt der Münze festgestellt. Früher war es nämlich so, dass der Feingehalt und das Gewicht der Münze ihren Wert ausmachten. Dieser Wert wurde dementsprechend durch Schrot und Korn garantiert. Da es natürlich auch damals schon findige Betrüger gab, die versuchten, Metallgewicht und Feingehalt zu verringern, gab es auf vielen Geldstücken die eingeprägte Versicherung, dass die jeweilige Münze nach echtem Schrot und Korn vermessen worden sei.

Sonntagswissen

22 Mrz
Sonntagswissen: Das größte Weinfass der Welt hat ein Volumen von 1,7 Millionen Litern und ist in Deutschland beheimatet. Das Bad Dürkheimer Riesenfass an der Bundesstraße nach Kaiserslautern wurde 1934 von Weingutsbesitzer Fritz Keller aus 200 Kubikmetern Holz gebaut. Das Fass wurde aus 200 Tannen gefertigt, die damals aus dem Schwarzwald herangeschafft wurden. Keller wollte mit dem Fass ein Denkmal für den deutschen Wein setzen, was ihm wohl auch gelungen ist. In dem Fass reift der gute Tropfen allerdings nicht direkt heran, sondern wird eher direkt dort getrunken…

Sonntagswissen

15 Mrz

Sonntagswissen: Der Koala macht dem Faultier Konkurrenz. Er schläft nämlich circa 20 Stunden pro Tag – was auch mit seiner Ernährung zusammenhängt. Der Koala ernährt sich von Eukalyptusblättern, die teilweise sehr giftig sind und beispielsweise Blausäure enthalten. Beeindruckend ist, das Koalas ein untrügliches Gespür dafür besitzen, welche Blätter genießbar sind und welche nicht. Nichtsdestotrotz nehmen sie Giftstoffe auf, die dazu führen, dass die Koalas in einer Art Dämmerzustand leben und viel schlafen. In der Sprache der Aboriginies bedeutet Koala „ohne zu trinken“. Das liegt daran, dass sie so gut wie keine Flüssigkeit zu sich nehmen müssen.

Sonntagswissen

8 Mrz

Sonntagswissen: Der abwertende Ausdruck „Tussi“ stammt vom althochdeutschen Vornamen „Thusnelda“ ab. Der Vorname selbst setzt sich aus „Riese“, „Kraft“ und „schnell“ zusammen, die ja erstmal keine negativen Beigeschmack haben. Thusnelda war die Frau des Cheruskerfürsten Arminius, der vielen unter seinem deutschen Namen Hermann ein Begriff ist. Thusneldas Vater Segetes hatte Thusnelda allerdings bereits einem anderen Mann versprochen, sodass Arminius Thusnelda kurzerhand entführt hat. Segestes holte 15 nach Christus seine hochschwangere Tochter zurück und sie sah Arminius nie wieder. Die Geschichte inspirierte unter anderem Heinrich von Kleist zu seinem Fünfakter „Hermannsschlacht“, der zu einer …. sagen wir mal verhassten Schülerlektüre wurde. Das dürfte dazu beigetragen haben, dass der Name Thusnelda bald negativ besetzt war und zur „Tussi“ wurde. Mit Tussi werden mittlerweile eher einfältige und eitle weibliche Personen bezeichnet.

Sonntagswissen

1 Mrz

Sonntagswissen: Kühe haben vier Mägen. Mit ca. 70 kg Gras pro Tag sind sie allerdings nicht verfressen, sondern brauchen die Mägen für die Verdauung des grünen Zeugs. Da Kühe nur eine Zahnreihe haben, landet das recht unzerkaute Gras erstmal im bis zu 180l großen Pansen. Dort setzt mit Hilfe von Bakterien der Gärprozess ein. Die vorverdaute Nahrung wird dann wieder hochgewürgt und intensiv gekaut. Der zweite Magen, der Netzmagen, funktioniert wie eine Art Sieb. Grobe Bestandteile werden zurückgehalten und nur die feinen Teile dürfen weiter in den Blättermagen passieren. Dort kommt die Nahrung nach bis zu drei Tagen an und wird weiter aufgespalten, wobei Wasser und Nährstoffe entzogen werden. Nach diesen drei Vormägen gelangt der Grasbrei in den Labmagen, der mit seiner hohen Salzsäurekonzentration ähnlich wie der menschliche Magen funktioniert. Die Nahrung wird dann dort vollständig zersetzt und dann in den Dünndarm transportiert.

Sonntagswissen

22 Feb

Sonntagswissen: Donald Duck kennen wir alle. Zu seinem Erfolg hat die Kunsthistorikerin Erika Fuchs große Stücke beigetragen. Sie gilt nicht nur als Übersetzerin, weil sie mit viel Sprachgefühl die Texte aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt hat. Wenn wir in z.B. SMS so etwas wie „seufz“ oder „grummel“ schreiben, dann bedienen wir uns damit eines Stilmittels, das Erika Fuchs ebenfalls in den Comic-Sprechblasen einsetzte. Zu ihren Ehren wird dieses Stilmittel übrigens auch „Erikativ“ genannt.

Sonntagswissen

15 Feb

Sonntagswissen: „Onkel Otto onaniert tagtäglich, aber freitags vögelt er gerne viele alte Huren“. Die Mediziner unter euch kennen wahrscheinlich diesen Merkspruch, um sich die zwölf Hirnnervenpaare zu merken. Der Nervus olfactorius (Riechnerv) wird gefolgt von dem Opticus (Sehnerv) und vom Oculomotorius, der unter anderem die Augenmuskeln versorgt. Mit dem „tagtäglich“ soll sich der Augenrollnerv Trochlearis gemerkt werden können sowie auch der Trigeminus, der auch als Drillingsnerv bezeichnet wird. Der sechste Hirnnerv ist der Abducens (für den seitlichen geraden Augenmuskel). Mit dem Gesichtsnerv Facialis und dem Hör- und Gleichgewichtsnerv Vestibucochlearis gehts dann in das Freitagsprogramm von Onkel Otto. Das Wörtchen „er“ braucht man einfach, damit es ein gescheiter Satz wird. Nervlich gehts dann mit dem „gerne“ weiter, was für den Zungenschlund- und Geschmacksnerv Glossopharyngeus steht. Dann kommt der Nervus vagus, der einzige Hirnnerv, der sich in den Körper zieht und die Atmung den Kreislauf und die Verdauung steuert. Der Halsmuskelnerv Accessorius und der Zungennerv Hypoglossus sind die letzten beiden zu merkenden Hirnnerven.

Sonntagswissen

8 Feb

Sonntagswissen: Alles ist möglich – Toyota. Was leider auch möglich war: Der Toyotakrieg. Die letzte Phase im libysch-tschadischen Grenzkrieg Anfang 1987 wird so betitelt. Während des libysch-tschadischen Kriegs intervenierte Libyen 4x im Tschad. Lybien, personalisiert durch Gaddafi, wurde hierbei jeweils von einer oder mehreren Fraktionen unterstützt. Der Tschad erhielt Unterstützung durch Frankreich. In der letzten Phase dieses Grenzkriegs waren die libyschen Garnisonen ziemlich isolierte Inseln in der tschadischen Wüste. Da die französische Unterstützung FANT (franz. Forces Armées Nationales Tchadiennes) unter anderem mit Toyota-Pickups anrollte, kam der Name „Toyota-Krieg“ zustande.

Sonntagswissen

1 Feb

Sonntagswissen: 1965 stand der Schlager „Marmor, Stein und Eisen bricht“ auf dem Index beim Bayerischen Rundfunk. Der Grund: es müsste eigentlich „Marmor, Stein und Eisen brechen“ heißen. Kein Scherz.

Sonntagswissen

25 Jan

Sonntagswissen: Kein Scherz, es gibt den Trotteleffekt. Der Trotteleffekt beschreibt, dass ein engagierter Teilnehmer einer Gruppenarbeit seine Motivation verliert, nachdem er festgestellt hat, dass die anderen sich auf seiner Arbeit ausruhen.

Sonntagswissen

18 Jan

Sonntagswissen: Die Markierung „C+M+B“ der Sternsinger bedeutet „Christus segne diese Wohnung“, was vom lateinischen „Christus mansionem benedictat“ abgeleitet werden kann. Dass die drei Initialen auch noch die Anfangsbuchstaben der Dreikönigsnamen (Caspar, Melchior, Balthasar) sind, könnte man als Zufall bezeichnen. Da die Namen erst seit dem 6. Jahrhundert verwendet werden, gibt es hier ohnehin eine Lücke in der Überlieferung. Das Matthäusevangelium überliefert zwar, dass Weise aus dem Morgenland einem Stern nach Osten folgten und dort den kleinen Jesus fanden – dass es -> drei <- Menschen waren, steht aber auch nicht dort.

Sonntagswissen

11 Jan

Sonntagswissen: Der Baumarkt Obi hat einen interessanten Namensursprung. Es handelt sich nämlich um die Lautschrift des französischen Wortes für Hobby. 

Sonntagswissen

4 Jan

Sonntagswissen: Alle Jahre wieder wird das Wort des Jahres gekürt. Das erste Wort des Jahres wurde 1971 gekürt – aufmüpfig. Im Zuge der 68er-Bewegung wurde das Adjektiv vor allen Dingen mit der damaligen Jugend verknüpft. Neben dem Wort des Jahres gibt es seit 1991 auch das Unwort des Jahres. Dazu gehörten beispielsweise schon Opfer-Abo, Döner-Morde und alternativlos. Hintergrund dieser Verleihungen ist übrigens, dass die Gesellschaft für Deutsche Sprache einen sensibleren Umgang mit der Sprache wünscht und das Sprachbewusstsein fördern möchte.

Sonntagswissen

28 Dez

Sonntagswissen: Wen es nervt, wenn Titel eine Frage sind, wird vielleicht ein kleiner Trost sein, dass es für diess Stilmittel das so genannte „Betteridge’s law of headlines“ gibt. Der Journalist Betteridge argumentiert, dass jede Frage im Titel mit „nein“ beantwortet werden sollte und ein Indiz dafür ist, dass der Artikel schlecht sein wird. Betteridge war nicht der Erste, dem Fragen im Titel den letzten Nerv rauben. Dementsprechend gibt es zumindest im Englischen und im Französischen auch weitere Bezeichnungen wie Davids Gesetz oder das journalistische Prinzip.

Sonntagswissen

21 Dez

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Sonntagswissen

14 Dez

Sonntagswissen: Die englische Bezeichnung „soccer“ für Fußball stammt aus der Verkürzung von „Association football“ (Verbandsfußball).

Sonntagswissen

7 Dez

Sonntagswissen: Maultaschen sind Taschen aus Nudelteig, in denen eine Grundfüllung aus Brät, Spinat, Zwiebeln und aufgeweichten Brötchen ist. Stellenweise werden Maultaschen auch als „Herrgottsbscheißerle“ bezeichnet. Eine Legende besagt, dass dieses Wort daher stammt, dass die Mönche des Klosters Maulbronn in der Fastenzeit das Fleisch vor dem lieben Gott in den Maultaschen versteckt und dann doch trotz Fastenzeit gegessen haben.

Sonntagswissen

30 Nov

Sonntagswissen: Um die Schleusen des Panamakanals ohne Schiffbrüchige zu durchqueren, dürfen die Schiffe einige Maße nicht überschreiten: Ein Schiff auf dieser Strecke darf maximal 294,3 Meter lang und 32,3 Meter breit sein bei einem Tiefgang von 12,04 Meter. „Panamax“ ist heute eine Standardgröße in der Schifffahrt.

Sonntagswissen

23 Nov

Sonntagswissen: Die Larven von Bandwürmern werden „Finnen“ genannt.

Sonntagswissen

16 Nov

Sonntagswissen: Wer den Spruch „Was ist dir denn für eine Laus über die Leber gelaufen“ zu hören bekommt, ist grad nicht so gut drauf. Früher dachten die Menschen, dass der Sitz der Gefühle die Leber ist. Wenn jemand nicht so gut drauf war, hieß es dann, dass diesem jemand etwas über die Leber gelaufen ist. Später wurde dann aus dem „etwas“ die berühmt-berüchtigte Laus. Zum einen ergibt sich dadurch eine Alliteration (L … L), und zum anderen ist die Laus als winziges Tier prädestiniert für die Redewendung. Bekommt man sie zu hören, ist der Aussprechende nämlich der Meinung, dass man wegen einer Nichtigkeit mies drauf ist.

Sonntagswissen

9 Nov

Sonntagswissen: Schlüpft ein Meerjunker (ein Fisch), ist er weiblich. Die dominantesten Weibchen entwickeln sich nach einiger Zeit zu prächtig gefärbten Männchen. http://aquatas.de/meerjunker/

Sonntagswissen

2 Nov

Sonntagswissen: Fliegende Spinnen wären zumindest für mich ein absoluter Alptraum. In gewisser Weise können Spinnen aber tatsächlich durch die Luft gleiten. Die Spinne kann mit den Fäden, die sie aus ihrem Hinterleib schießt weite Strecken  – auch über das Meer – zurücklegen. Um von A nach B zu kommen, reicht dabei nämlich zum Beispiel schon ein in der Luft fliegendes Insekt aus, an der der Spinnenfaden kurzerhand befestigt wird.

Sonntagswissen

26 Okt

Sonntagswissen: 1973 gab es in der schwedischen Hauptstadt Stockholm einen legendären Banküberfall. Der Kidnapper Olsson hatte in der damaligen „Kreditbanken“ auf dem Platz Norrmalmstorg vom 23.-28. August vier Angestellte als Geiseln genommen. Olsson forderte unter anderem, dass der inhaftierte Clark Olofsson freigelassen werden solle. Am 26. August 1973 bohrte die Polizei ein Loch in das Dach der Bank, durch das eine Kamera eingeführt wurde. Statt dass die Geiseln Angst vor ihrem Geiselnehmer hatten, sah man durch die Kamera, dass die Geiseln Angst davor hatten, dass die Polizei den Täter erschießen könnte. Am 28. August leitete die schwedische Polizei dann Gas in die Bank und das Geiseldrama konnte unblutig beendet werden. Der Dank der Geiseln richtete sich aber nicht an die Polizei, sondern an die Kidnapper. Das paradoxe Verhalten der Geiseln wird seit diesem Überfall als Stockholm-Syndrom bezeichnet. Psychologen erklären sich das Phänomen so: In ihrer Todesangst entwickeln die Geiseln eine enge Bindung zum Kidnapper. Trotz der Drohung die Geiseln umzubringen, sind die Geiseln von tiefer Dankbarkeit erfüllt, weil er sie am Leben gelassen hat. Die Geiseln beim Stockholmer Banküberfall baten sogar um Haftverschonung und besuchten ihren Kidnapper im Gefängnis.

Sonntagswissen

19 Okt

Sonntagswissen: Alle (!) Schildkröten legen ihre Eier an Land ab. Nachdem eine männliche Meeresschildkröte geschlüpft ist und das erste Mal den Weg ins Meer gefunden hat, kehrt sie aller Wahrscheinlichkeit nach nie wieder zurück an Land. Die Eier der Schildkröte (und übrigens auch der Krokodile) werden von der Sonne ausgebrütet. Bei Temperaturen von über 29 Grad entwickeln sich Weibchen, bei niedrigeren werden es Männchen.

Sonntagswissen

12 Okt

Sonntagswissen: In Deutschland regelt der § 971 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) den Finderlohn. Besitzt das Fundstück einen Wert von bis zu 500 Euro, so erhält der Finder davon 5%. Ist der Wert höher als 500 Euro, entspricht der Finderlohn 3%. Wenn die Fundsache keinen materiellen, sondern vor allen Dingen einen immateriellen Wert hat, ist der Finderlohn Ermessenssache. Finanziell nicht lohnenswert ist ein Fund im Wert vom bis zu 50 Euro – da geht man nämlich leer aus. Bei einem Wert von über 50 Euro bekommt man allerdings den halben gesetzlichen Finderlohn.

Sonntagswissen

5 Okt

Sonntagswissen: Das Wort „Orientierung“ geht auf die lateinische Sprache zurück. Das Verb „oriri“ bedeutet so viel wie entspringen, seinen Ursprung bekommen. Das Partizip Präsens von oriri ist oriens. Daraus ist auch das Wort Orient entstanden – das Land der aufgehenden Sonne. Die Orientierung war im Mittelalter tatsächlich nach Osten. Die Karten der Seefahrer waren beispielsweise nach Osten ausgerichtet und auch die Ausrichtung zur Sonne bei Kirchenbauten in östlicher Richtung war wichtig.

Sonntagswissen

28 Sep

Sonntagswissen: Bei manchen Urlauben müssen wir zusätzlich zu den Hotelkosten noch die Kurtaxe bezahlen. Die Kurtaxe ist eine Kommunalabgabe, die pro Person und Übernachtung erhoben werden kann. Voraussetzung ist allerdings, dass die Person nicht ihren ständigen Wohnort im Erholungsort hat. Der Verwendungszweck dieser Steuer soll den Urlaubern direkt zu Gute kommen, denn die Erholungsgebiete werden mit den Mitteln der Kurtaxe in Ordnung gehalten. Die Kurtaxe kann also beispielsweise die Tourismusinfrastruktur mitfinanzieren und freien Eintritt zu Erholungsgebieten ermöglichen. Was genau mit der Kurtaxe geschieht ist genau so wie die Erhebung selbst die Entscheidung der jeweiligen Gemeinde.

Sonntagswissen

21 Sep

Sonntagswissen: Skandal! Die Echten Kieler Sprotten kommen gar nicht aus Kiel. Die Ostseefische wurden schon im 19. Jahrhundert in Eckernförde, also nordwestlich von Kiel, über Buchen- und Erlenholzrauch geräuchert. Erst für den Export kommt die Stadt Kiel auf den Plan: Die Holzkisten wurden zum Kieler Bahnhof transportiert und erhielten dort den ersten postalischen Stempel. Aber immerhin: Die Echten Kieler Sprotten müssen aus dem Großraum der Kieler Bucht stammen. http://de.wikipedia.org/wiki/Kieler_Sprotte#mediaviewer/Datei:KielerSprotten_P8290009.JPG

Sonntagswissen

14 Sep

Sonntagswissen: Viele von uns haben schon einen Hühnergott gesehen. Es ist ein Stein mit einem natürlich entstandenen Loch. In Deutschland kann man einen Hühnergott beispielsweise an der Ost- und Nordseeküste finden. Die Bezeichnung rührt wahrscheinlich daher, dass die Menschen früher glaubten, dass die Steine Unheil von ihrem Vieh abwenden. Da Geister nicht durch die Tür kommen und stattdessen (Schlüssel)löcher oder Ritzen benutzen, könnten sie durch den Stein irre geleitet werden.

Sonntagswissen

7 Sep

Sonntagswissen: Wenn jemand unter dem Pantoffel steht, hat er nicht viel zu sagen. Im Mittelalter existierte der Brauch, dass der Bräutigam seiner Auserwählten vor dem Jawort auf den Fuß trat, um so seine Überlegenheit zu demonstrieren. Hieraus hat sich ein voreheliches Machtspielchen erhalten: Wer seinen Lebenspartner noch vor der Ehe als erstes auf den Fuß trat, würde in Zukunft die Hosen anhaben. Jetzt noch zum Pantoffel: Das griechische Wort „pantophellos“ bedeutet übersetzt Vollkork und spielt auf das Material der Schuhe an, aus dem im Mittelalter viele Schuhsohlen gefertigt waren.

Sonntagswissen

31 Aug

Sonntagswissen: Es gibt wieder Federweißer! Die alkoholische Gärung des aus weißen oder roten Trauben gepresste Mosts ist noch nicht abgeschlossen. Dementsprechend gibt es neben Federweißer auch Federroten. Der Neue Wein verdankt seinen Namen seinem Aussehen. Bei der Gärung werden die im Traubensaft befindlichen, milchigen Hefeteilchen aufgewirbelt, sodass der Most so ausschaut, als bestände er aus vielen kleinen Federn. Der Neue Wein gärt so lange weiter, bis der enthaltene Zucker in Alkohol umgewandelt ist. Bei der andauernden Gärung entsteht Kohlensäure. Damit die Flasche nicht zerspringt, wird der Neue Wein auch nicht luftdicht verschlossen und man muss beim Transportieren aufpassen.

Sonntagswissen

24 Aug
Sonntagswissen: Nachdem 1955 drei Kumpel auf der Zeche Dahlbusch in Gelsenkirchen verschüttet waren, kam dem deutschen Ingenieur Eberhard Au die Idee ein zylinderähnliches Stahlblechgebilde mit ca. 40 cm Durchmesser zu bauen (groß genug ,dass jemand reinpasst) – die Dahlbuschbombe war geboren. Die Dahlbuschbombe wird eingesetzt, um unter Tage eingeschlossene Bergleute zu befreien. Sie kann durch ein zusätzlich gebohrtes Loch zu den Eingeschlossenen geführt werden und sie dann wieder ans Tageslicht holen.

Sonntagswissen

17 Aug

Sonntagswissen: Nicht nur Menschen können Neid und Missgunst empfinden, sondern wohl auch Geister. Laut einem alten Aberglaube rufen große Lobeshymnen oder Glückwünsche ebendiese neidischen Geister hervor, die dann natürlich das Ziel haben das Glück nachhaltig zu stören. Damit das nicht passiert, behalf man sich früher zum einen damit, das Wort „unbeholfen“ dem Glückwunsch nachzuschieben und dann dreimal auf Holz zu klopfen oder auszuspucken. Da die Spuckerei sich aber nicht immer anbot, wurde sie im 19. Jahrhundert durch das Lautmalerische „toi, toi, toi“ ersetzt. Bei Theaterpremieren wird dieser „abgekürzte Glückwunsch“ über die linke Schulter ausgesprochen. Ganz wichtig: Dann NICHT bedanken, sonst ist alles für die Katz gewesen und man kriegt doch Unglück ;)

Sonntagswissen

10 Aug

Sonntagswissen: Der erste 100m in 10 Sekunden Sprinter der Welt war Deutscher! Für Armin Hary (*1937) war das allerdings ein steiniger Weg: Bei einem Lauf 1958 in Friedrichshafen gaben die Stoppuhren zwar 10 Sekunden an, die Aschenbahn besaß aber ein zu großes Gefälle, sodass der Weltrekord damals noch nicht anerkannt wurde. Dann 1960 in Zürich lief Hary erneut 10 Sekunden – aber ein vermeintlicher Defekt an der Starterpistole verhinderte die Anerkennung. Hary wollte eine Wiederholung des Rennens, was zwei weitere Teilnehmer voraussetze. Gut, dass er zwei Sportler überreden konnte, denn dann knackte er erneut die 10 Sekunden. Es dauerte aber noch sieben weitere Minuten, bis das Wettkampfgericht den neuen Rekord endlich bestätigte. Die von Hary aufgestellte Weltrekordzeit wurde erst acht Jahre später vom US-Amerikaner Jim Hines auf 9,9 Sekunden gedrückt. http://img.welt.de/img/olympia/crop108579364/930872547-ci3x2l-w620/Armin-Hary-laeuft-olympischen-Rekord-ueber-100m.jpg

Sonntagswissen

3 Aug

Sonntagswissen: Die Redensart „sein blaues Wunder erleben“ geht auf den Beruf der Färber zurück. Die Blaudrucker im Mittelalter benutzen als Färbemittel Indigo. Der Stoff wurde allerdings zuerst gelb und erst nach einiger Zeit an der Luft blau, weil Indigo noch oxidiert. Menschen, die keine Ahnung von Indigo hatten, hielten ihre Klamotten dementsprechend für ein blaues Wunder ;)

Sonntagswissen

27 Jul

Sonntagswissen: Die Abkürzung ISBN steht für Internationale Standardbuchnummer und ist i.d.R. auf dem hinteren Buchumschlag zu finden. 1968 wurde die ISBN von der britischen Buchhandelskette WHSmith eingeführt. Seit den 1970er-Jahren stellt die ISBN-Nummer sicher, dass jeder Buchtitel problemlos identifiziert werden kann. Zunächst war die Nummer zehnstellig, seit 2007 sind sie 13-stellig. Der Präfix der ISBN lautet in Deutschland 978. Dann folgt die Gruppennummer, die das Land identifiziert – in Deutschland ist das die 3. Die dann folgende Verlagsnummer gibt Auskunft zum Verlag. Die nächsten Ziffern gehören zur Titelnummer und dann kommt eine Prüfziffer. Letztere wird arithmetisch ermittelt und garantiert, dass die Ziffernfolge der jeweiligen ISBN formal korrekt ist. Na, zu welchem Buch gehört die ISBN 978-3453601024?

Sonntagswissen

20 Jul

Sonntagswissen: Wer von euch ähnlich ohrwurm-affin ist wie ich, hat gleich den „Melitta macht Kaffee zum Genuss“-Jingle im Ohr. Melitta Bentz (1873-1950) ist die Erfinderin des Kaffeefilters. Vor der Erfindung des Kaffeefilters war Kaffeetrinken nicht immer ein Genuss, weil das Kaffeepulver sich in der Kanne und Tasse absetzte. 1908 nagelte Frau Bentz kurzerhand mehrere kleine Löcher in einen Topf und nahm ein Löschblatt aus dem Schulheft ihres Sohnes, das sie in den Topf legte – der erste Kaffeefilter. Noch im gleichen Jahr gründete die damals 35-Jährige ihre eigene Firma, um den stetig verbesserten Filter zu vermarkten. Die Nachfrage nach Kaffeefiltern stieg rasant an. Mittlerweile beschäftigt das Unternehmen über 3000 Menschen und wird von Melitta Bentz’ Enkeln geführt.

Teilnahme Bunter Abend Konvent

15 Jul

Aus gegebenen Anlass einmal nicht nur an die AKKUs, sondern…

Liebe FNF-Stips,

vom 11. bis 14. September 2014 findet der Konvent der Stipendiaten statt. In diesem Zusammenhang möchte der Arbeitskreis Kultur an eine gute Tradition anknüpfen und den Bunten Abend der Stipendiaten organisieren. Diese Aufgabe übernehmen wir sehr gerne, gleichwohl lebt der bunte Abend aber natürlich von der Beteiligung der Stips. Wer sich also künstlerisch, kreativ, pantomimisch, musikalisch oder in sonstiger kultureller Art darstellen möchte, ist herzlich willkommen, aktiver Teil des Bunten Abends zu sein.
Viele von euch waren schon dabei und wissen, dass besonders Gesangs- und Klavierdarbietungen dargeboten werden, aber auch Sketche, literarische Vorträge und gerne auch mal ein Tänzchen präsentiert werden. Eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt!
Der AKKU fände es zudem sehr schön, wenn der stipendiatische Chor und/ oder das Orchester sich wieder einmal zusammen finden könnten. Gerne übernehmen wir die Koordination und Vernetzung. Meldet euch bei uns, wenn ihr Fragen, Ideen oder gar Beiträge zum Bunten Abend habt. Wir freuen uns sehr auf euch und schon jetzt auf den Abend!

Eure AKKU-Koordinatoren

Sonntagswissen

13 Jul

Sonntagswissen: Peter Pan ist eine Erfindung des britischen Schriftstellers James Barrie. Peter will nicht erwachsen werden. Seit den 1980er-Jahren wird ähnlich veranlagten Männern ein Peter-Pan-Syndrom attestiert. Die Betroffenen meiden Verantwortung und Pflichten. Im Gegensatz zu Peter Pans Freunden, die von Heimweh geplagt aus Nimmerland zurückgehen, bleibt Peter Pan einsam zurück. Ähnlich geht es auch Menschen mit dem Peter-Pan-Syndrom: Durch die an den Tag gelegte Verantwortungslosigkeit und das mangelnde Selbstvertrauen gehen Beziehungen wohl meist in die Brüche.
http://blogs.slj.com/afuse8production/files/2012/05/PeterPan8.jpg

Anmeldung Strukturtreffen in Essen

3 Jul

Liebe AKKUs,

vom 15. bis zum 17. August wird in Essen unser nächstes Strukturtreffen stattfinden.

Wie immer zu dieser Gelegenheit möchten wir vergangene AKKU-Ereignisse rekapitulieren und natürlich vor allem über eure neuen Projekte und Seminare sprechen. Außerdem wollen wir mit euch beraten, wie wir am besten miteinander kommunizieren sollen, wie wir den Blog neu aufstellen und natürlich erfahren, welche Ideen und Wünsche es von eurer Seite gibt!
Wenn ihr Seminar-Ideen habt oder anderes, das ihr gerne vorab an die anderen AKKUs verteilen wollt, könnt ihr uns eure Konzepte gerne zukommen lassen, wir integrieren sie dann in die Tagesordnung. Diese möchten wir jedoch nicht überfrachten und flexibel halten, so dass auch noch genug Zeit für Kulturelles bleibt. Selbstverständlich wird es wie immer ein gemeinsames Essen und ein Kulturrahmenprogramm zum Strukturtreffen geben. Lasst euch überraschen!
Noch ein Wort zur Organisation: 
Wir versuchen euch bei Mitstipendiaten unterzubringen, um die Übernachtungskosten niedrig zu halten. Gebt uns doch bitte vorab Bescheid, ob ihr eine Übernachtung braucht oder beispielsweise bei Freunden unterkommt. Die Fahrtkosten werden natürlich wie immer von der Stiftung erstattet.
Anmelden könnt ihr euch, indem ihr eine E-mail an eine(n) oder alle AKKU-Koordinatoren sendet.
Die Adressen:

hamdan@hs-pforzheim.de

beatrixkempf@yahoo.de

Dennis.Niewerth@ruhr-uni-bochum.de

Bitte beachtet, dass eine Anmeldung zur Facebook-Veranstaltung (https://www.facebook.com/events/785631988115723/) für eine verbindliche Anmeldung zum Strukturtreffen nicht ausreicht.

Wir freuen uns sehr auf euch!

Sonntagswissen

1 Jun

Sonntagswissen: Die Redewendung „starker Tobak“ geht auf eine Legende mit dem Teufel zurück: Der Teufel soll einem Jäger begegnet sein, der ein Gewehr in der Hand hatte. Da der Teufel nicht wusste, was ein Gewehr ist, hat der Jäger sich einen Spaß erlaubt und das Gewehr als Tabakspfeife ausgegeben sowie dem Teufel eine Prise davon angeboten. Der Teufel stimmt zu, bekommt eine Ladung Blei in die Nase geschossen und kommentiert mit „Das ist aber starker Tobak“. Aus diesem Schwank soll das Norddeutsche „vertobaken“ abstammen, was so viel bedeutet wie „verprügeln“, sodass man davon ausgehen kann, dass der Teufel not so amused war und auch der Jäger wahrscheinlich noch eine Revanche erhielt.

Strukturtreffen 2/2014

11 Mai

 

Liebe AKKUs, Neu-AKKUs, Interessierte, Gäste, Neugierige, Kulturbeflissene und alle anderen,

 

das nächste Strukturtreffend es Arbeitskreis Kultur wird vom 15. bis 17. August in Essen stattfinden.

 

Fragen, Anregungen oder Anmeldungen ab sofort unter akku@yahoogroups.de.

 

Wir freuen uns auf euch!

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Sonntagswissen

11 Mai

Sonntagswissen: Eigentlich sollte Indien bei der Fußball WM 1950 dabei sein. Die Mannschaft trat aber nicht an, weil ihr nicht gestattet wurde, barfuß zu spielen.

Verschwörungstheorien-Seminar Part 3

26 Apr

Die fleißigen Seminarteilnehmer setzen sich mit einigen Beispielen für die literarische Umsetzung von Verschwörungstheorien auseinander. Hier sehen wir die angestrengten Köpfe über der Illuminatus-Trilogie. Aber auch Dan Brown und Umberto Eco werden thematisiert.

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Verschwörungstheorien-Seminar Part 2

26 Apr

Nach dem gewohnt leckeren Frühstück geht es heute weiter mit dem Vortrag von Nils Menzler, Doktorand an der Ruhr-Universität Bochum. Er gibt einen interessanten Überblick bezüglich populäre und „crazye“ Verschwörungstheorien: „Vermeintliche“ Informationen über Echsenmenschen, Rothschild-Clan und Chemtrails“

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Verschwörungstheorien-Seminar an der THA Part 1

26 Apr

Los geht es mit dem ausgebuchten AKKU-Seminar zum Thema „Verschwörungstheorien – Vom Trost und Schrecken der Unfreiheit“ an der THA! Am Freitag gab es, neben der Einführung in das Thema von Dennis Niewerth, Annabelle Achims Vortrag zu Verschwörungstheorien und Angst vor der Freiheit.

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Sonntagswissen

13 Apr

Sonntagswissen: Die Redewendung „sein Licht unter den Scheffel stellen“ hat seinen Ursprung in der Bibel. In Matthäus 5 steht, dass Jesus seine Jünger unterrichtet „das Licht der Welt“ zu sein. Unter Matthäus 5,15 steht dann: „Man zündet auch kein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es dann allen, die im Hause sind.“ Scheffel sind hölzerne Behälter, in denen man früher v.a. Getreide aufbewahrt hat. Stellt man sein Licht unter einen solchen Behälter, kann es also nicht leuchten – die persönlichen Fähigkeiten können sich nicht entfalten.

Sonntagswissen

6 Apr

Sonntagswissen: Das WM 2014 Maskottchen wurde von der FIFA auf den Namen „Fuleco“ getauft. Der Name setzt sich aus den portugiesischen Worten „futebol“ (Fußball) und „ecologia“ (Ökologie) zusammen und soll dementsprechend symbolischen Charakter haben. In der Namensjuri war aber wohl niemand, der dem Portugiesischen mächtig ist, denn das Wort „fuleco“ existiert in der portugiesischen Umgangssprache bereits und bedeutet nichts anderes als „Arsch“. http://www.true-faith.co.uk/wp-content/uploads/2014/03/Fuelco.png
… Nachtrag: Weitere Recherchen haben ergeben, dass „Fuleco“ doch nicht „Arsch“ heißt: http://www.bildblog.de/55681/wm-maskottchen-fuleco-verarscht/

Ankündigung: AKKU-Seminar „Verschwörungstheorien. Vom Trost und Schrecken der Unfreiheit“

28 Mrz

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Anmeldung noch möglich!!!
unter https://shop.freiheit.org/#!/events/id/5kvq4

Verschwörungstheorien sind aus der Populärkultur der Gegenwart kaum mehr wegzudenken. Illuminaten, die im Geheimen an der neuen Weltordnung werkeln, Besucher aus dem All, deren Existenz von Regierungsbehörden vertuscht wird, Heerscharen alternativer Kennedy-Attentäter, Gedankenkontroll-Drogen in Flugzeug-Kondensstreifen… Verschwörungstheorien bilden nicht nur ein vermeintlich exklusives ›Gegenwissen‹, um das sich Subkulturen versammeln und Identitätsentwürfe entwickelt werden, sondern auch einen (post-)modernen Mythenschatz, an welchem sich von der Hoch- und Unterhaltungsliteratur über Film und Fernsehen bis hin zu Videospielen alle nur denkbaren Formen künstlerischen Ausdrucks gern bedienen.

Woher rührt dieser Reiz der Verschwörungen? Warum wenden sich Menschen Weltbildern zu, in denen ganze Gesellschaften den finsteren Absichten böswilliger Mächte ausgeliefert sind, in denen der Mensch nur mehr Spielstein von Kabalen und Geheimbünden ist, ja, in denen uns und den uns umgebenden demokratischen Institutionen im Grunde keinerlei Handlungsmacht mehr zukommt? Worin liegt die Attraktivität solcher völlig geschlossener Weltmodelle, die doch dem Nicht-Verschwörungstheoretiker noch deutlich schlimmer vorkommen müssen als der ›tatsächliche‹ Zustand unserer Welt?

Das Seminar möchte diese Fragen anhand sowohl tatsächlicher Verschwörungstheorien als auch ihrer Aufarbeitung in der Massenkultur in den Blick nehmen: Stellen imaginierte Verschwörungen womöglich eine Antwort dar auf eine Welt, deren Realität viel furchteinflößender ist als die Fiktion totaler Kontrolle? Eine Welt, die sich in zahlreichen für unser Leben und Überleben kritischen Aspekten (z.B. Klima, Ökonomie, Politik) als jeder Kontrolle entzogen erweist? Positionieren sie sich damit womöglich gegen eine Postmoderne, welche die Beherrsch- und Machbarkeitsutopien der Moderne für erledigt und die Komplexität um uns herum zu etwas erklärt hat, was schlicht ausgehalten werden muss? Und: (Wo) Ist noch Platz für die Freiheit im Kosmos der Verschwörungstheorien – ist sie vielleicht gerade das große Andere, jene Offenheit und jener unheimliche Möglichkeitsraum, den der Verschwörungstheoretiker fürchtet?

AKKU-Seminar „Kultur und Legalität“

28 Mrz

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AKKU-Seminar „Kunst und Legalität“
„Was haben nackte Frauenbeine und Hundewelpen gemeinsam?“ Zugegeben, es handelt sich hier um eine Frage, die man sich nicht täglich stellt. Wir, die Teilnehmer des Seminars „Kultur und Legalität“, das vom 15. bis 17. November in der THA in Gummersbach stattfand, kennen jedoch die Antwort. Frauenbeine und Hundewelpen sind Kernstücke zweier Gerichtsprozesse und zweier Arbeiten von Jeff Koons, eines Appropriation Art Künstlers, der in vielen seiner Bilder und Plastiken Kopien oder Teilkopien der Werke anderer Künstler verwendet. Der Begriff Appropriation Art entstand Ende der 1970er/ Anfang der 80er Jahre als Selbstbezeichnung einer Gruppe New Yorker Künstler.
Neben Jeff Koons sind Sherrie Levine, Mike Bidlo und Philip Taafe Vertreter dieser Kunstform. Als Vorläufer der Appropriation Art gelten Marcel Duchamps, Andy Warhol und Elaine Sturtevant. Jedoch ist das Wiederverwenden bereits existenter Kunstwerke kein seltenes Phänomen, wie wir anhand dreier Ausarbeitungen des schwarzen Quadrates von Kazimir Malevič sehen konnten. Wie vielfältig die Gestaltungsmöglichkeiten der Appropriation Art sind, selbst wenn es sich (nur) um ein schwarzes Quadrat handelt, ist durchaus beeindruckend. Ist Kopieren also der einzige Ausweg in der Kunst, in der schon alles einmal da gewesen zu sein scheint?
Ein ganzer Schwall solch interessanter Fragen ergab sich bei der Auseinandersetzung mit dieser Kunstform: Warum ist eine Idee nur gut, wenn sie neu ist? Was macht ein Kunstwerk zu einem Kunstwerk? Was ist sinnvoll daran, eine Fotografie zu fotografieren? Wie kann ein Ausgleich zwischen künstlerischen Werken und dem Urheberrecht gelingen?
Diese letzte Frage beinhaltet die Krux des Seminarthemas. Inwieweit kann es gerechtfertigt sein, Ideen und Stil eines Künstlers zu stehlen. Oft soll Appropriation Art aufregen, anecken und kritisieren. Daher ist in den meisten Fällen nicht zu erwarten, dass der ursprüngliche Künstler die Erlaubnis gibt, sein Werk zu benutzen. Deshalb gibt es das Recht auf freie Benutzung im Fall von Parodien, Karikaturen und Satiren, die einen inneren Abstand zum Ursprungswerk erkennen lassen. Der ebenfalls zu beachtende äußere Abstand wird deutlich, wenn das alte Werk im neuen verblasst. Diese Kriterien lassen die Umgestaltung des Ursprungswerkes zu. Auch 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers kann sein Werk frei genutzt werden.
Das Urheberrecht schützt Werke nur, wenn sie medial, also als Buch, CD, Foto, Kunstwerk, fixiert sind. Auch für Filmwerke wie Computerspiele, Datenbanken und medial festgehaltene Performances gilt das Urheberrecht. Bloße Ideen können nicht geschützt werden.
Die Beschäftigung mit den juristischen Feinheiten wurde immer wieder aufgelockert durch die eindrücklichen Werke der betreffenden Streitfälle. Wie man sich denken kann, ist gerade bei Kunstwerken der Gesetzesbuchstabe nicht leicht abzulesen und daher konnten wir uns selbst von der Faustregel überzeugen „You know it, when you see it!“
Wir beschäftigten uns auch mit dem amerikanischen Recht, da viele der Prozesse vor US-Gerichten ausgetragen werden. In den USA gilt die „Fair Use“ Regel. Wenn ein Werk für Unterrichts-, Recherche- oder Forschungszwecke, Nachrichtenerstattung, Kommentar oder Kritik genutzt wird, spricht das Gesetz (17 USC § 107) nicht dagegen, dass es appropriierte Elemente beinhalten darf. Doch es gibt im amerikanischen Recht weitere Kriterien, wie etwa den monetären Verlust des Urhebers durch die Kopie seines Werkes, welche wir in einem Kamingespräch durch das Nachspielen eines Prozesses veranschaulichten.
Abgerundet wurde dieses beeindruckend anschauliche Seminar, durch die Kunstaustellung in der THA, auch wenn es keine Hundewelpen und Frauenbeine zu sehen gab.
Janine Jargow

Strukturtreffen 1/2014

28 Mrz

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Vom 10. bis 12. Januar 2014 fand das Strukturtreffen des Arbeitskreises Kultur (AKKU) in Berlin statt.

Das Treffen von rund 15 neu interessierten und bereits bekannten AKKU-Gesichtern brachte einige Neuerungen mit sich. So wurden Beatrix Kempf, Daniel Hammer und Dennis Niewerth zu neuen Koordinatoren gewählt. Sie lösten damit Katharina Hiery und Anne Ganzert ab. Für deren lange und engagierte AKKU-Arbeit bedanken sich alle Teilnehmer und auch alle AKKUs im allgemeinen sehr herzlich.

Darüber hinaus gab es auch inhaltliche Neuerungen. So wurde das „AKKUfest“ auf den Weg gebracht, ein Konzeptpapier, mit dem sich der AKKU innerhalb der anderen Arbeitskreise positionieren, aber auch inhaltlich neu ausrichten möchte. Themen wie Kultur und Individualität, Kultur und Bildung oder Kultur und Macht wurden beleuchtet, diskutiert und hinterfragt. Das Papier ist noch keineswegs fertig und kann von jeder und jedem Interessierten fortgeschrieben werden (Zugriff über die AKKU-Stipnet-Gruppe oder die AKKU-Dropbox-Gruppe).

Ein vorläufiges Fazit kann jedoch gezogen werden: der AKKu möchte verstärkt mit anderen Arbeitskreisen und Initiativen zusammengearbeitet. So ist im Herbst dieses Jahres bereits das erste Kooperationsseminar mit dem AK Bildung auf dem Weg gebraucht. Weitere Kooperationsseminare auch mit anderen Arbeitskreisen werden folgen.

Vielen Dank an alle engagierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Strukturtreffens. Es war wie immer ein Fest!

Sonntagswissen

16 Mrz
Sonntagswissen: Im Konstanzer Konzil von 1414 wurde der Biberschwanz zum Fisch(teil) des Bibers erklärt. Das hatte zur Folge, dass er auch während der Fastenzeit gegessen werden durfte. So erklärte 1754 der Jesuitenpater Charlevoix: „Bezüglich des Schwanzes ist er ganz Fisch, und er ist als solcher gerichtlich erklärt durch die Medizinische Fakultät in Paris, und im Verfolg dieser Erklärung hat die Theologische Fakultät entschieden, dass das Fleisch während der Fastenzeit gegessen werden darf.“

Sonntagswissen

9 Mrz

Sonntagswissen: „Bernard und Bianca“ ist ein wunderschöner Kinderfilm… aber es gibt ein interessantes, quasi schmutziges Detail. In zwei Einzelbildern befindet sich ein „objectionable background image“. Als Bernard und Bianca mit Albatros-Airlines starten, ist in einem Fenster im Hintergrund eine nackte Frau zu erkennen. Bei normaler Laufgeschwindigkeit des Films ist es wohl nicht erkennbar und auf deutschen Videos sei das Foto auch nicht vorhanden… Wer die „unretuschierte“ Szene sehen will kann es auf dem Super-8-Film tun. Genauer hinschauen lohnt sich also wohl auch bei Kinderfilmen. http://www.duckfilm.de/film/rescuex.htm

Sonntagswissen

2 Mrz

Sonntagswissen: Werbung im Fernsehen ist für uns alltäglich. 1956 sah das noch anders aus, denn in diesem Jahr wurde die allererste TV-Werbung ausgestrahlt – für das Produkt Persil. Die Szene wurde von den damals beliebten Volksschauspielern Beppo Brehm und Liesel Karlstadt gespielt. Die damaligen Marketingverantwortlichen hofften nicht zu Unrecht, dass deren VIP-Status sich positiv auf den Absatz des Produkts auswirken würde.

Sonntagswissen

23 Feb

Sonntagswissen: Dass Pinguine auch in Afrika leben, wissen wahrscheinlich schon die meisten. Wem die Laute des Brillenpinguins nicht geläufig sind, der sollte sich das Video mal anschauen und -hören. Klingt wie ein Esel? Deshalb werden die Brillenpinguine auch Jackass Penguins genannt.
http://www.youtube.com/watch?v=hkAmMR-HE2Y

Sonntagswissen

16 Feb

Sonntagswissen: Die Natur kanns. Das grundlegende Prinzip der Bionik ist es von der Natur zu lernen. „Bionik“ selbst ist dabei ein Kunstwort aus den Wörtern „Biologie“ und „Technik“. Ein Bioniker sucht überall in der Natur nach Phänomenen, die er für die Menschheit nutzbar machen kann. So zum Beispiel das Flugverhalten von Vögeln für die Konstruktion von Flugzeugen, die Fähigkeit von Samen und Früchten sich in Tierfellen festzuhalten für den Klettverschluss…

Sonntagswissen

9 Feb
Astronautengetränke werden derzeit in dem gleichen Material verpackt wie Caprisonne. Seit 2010 werden auf der International Raumstation ISS die weiterentwickelten Caprisonne Trinkpacks eingesetzt. Die NASA-Caprisonnen-Version ist länger als die im herkömmlichen Handel erhältliche. Mehr Details seht ihr im Video:

Sonntagswissen

2 Feb

Sonntagswissen: Ikea hat es fast in die deutschen Gesetzbücher geschafft ;) Umgangssprachlich kann man von der Ikea-Klausel sprechen, wenn aufgrund der Montageanleitung nach einem Kauf ein Sachmangel vorhanden ist.  Nach Absatz 2 Satz 1 des BGB stellt eine falsche Montage durch den Verkäufer einen Mangel dar. Dieser „Sachmangel liegt bei einer zur Montage bestimmten Sache ferner vor, wenn die Montageanleitung mangelhaft ist, es sei denn, die Sache ist fehlerfrei montiert worden“. Demzufolge kann der Verbraucher hinsichtlich des Kaufvertrags die Mängelgewährleistungsrechte geltend machen, wenn er das Produkt bei der Montage wegen der unverständlichen Anleitung beschädigt.

Sonntagswissen

26 Jan

Sonntagswissen: Der Legende nach gab es im 17. Jahrhundert ein gewisses Geschäft unter Zauberern. Wer zuerst starb, gab die Haut seines Unterkörpers komplett, d.h. an einem Stück, an den überlebenden Magier weiter. Dem Glauben nach wurde so die Zauberkraft des verstorbenen Magiers auf den Beschenkten übertragen. Voraussetzung war allerdings, dass der Nachfolger die Necropants genannte Haut trug, also quasi als Hose überstülpte. Zu dem Ritual gehörte außerdem, einer Witwe eine Geldmünze zu stehlen und diese zusammen mit einem magischen Zeichen in den Hodensack des neuen Beinkleids zu stecken.

http://www.shortnews.de/id/1057892/island-museum-stellt-zauberhose-aus-menschenhaut-aus

Sonntagswissen

19 Jan

Sonntagswissen: Der gute Spekulatius ist ein Gebäck aus Mürbeteig. In Deutschland essen wir ihn eigentlich nur zur Weihnachtszeit (oder jetzt noch, wenn was übrig ist). In den Niederlanden und in Belgien wird er hingegen ganzjährig gegessen. Weil die Niederländer und Belgier einen sehr guten Geschmack haben, gibt’s da auch die Spekulatiuscreme (Einkaufs-Tipp!). Zurück zum Weihnachtsspekulatius: Die Abbildungen auf dem Gebäck stellen traditionell die Nikolausgeschichte dar. Richtig sortiert wisst ihr also, wie es dem Nikolaus von Myra erging.

Sonntagswissen

12 Jan

Sonntagswissen: Der internationale Sportlerpreis „Laureus Award“ ist nach dem Lorbeerzweig (lat. laurud) benannt. Die „Sport-Oskars“ werden seit dem Jahr 2000 jährlich vergeben. Michael Schumacher war übrigens 2002 der erste deutsche Träger der Auszeichnung.

Akku Strukturtreffen | Berlin | 10.-12.1.2014

3 Dez

Es ist soweit, das Strukturtreffen des AKKU steht wieder vor der Tür und wir möchten euch herzlich einladen, mit uns in entspannter Runde das AKKU-Jahr 2014 mit zu gestalten. Das Wochenende wird in der Bundeshauptstadt Berlin vom 10. – 12. 1.2014 stattfinden. Geplant sind unter anderem ein interessantes Kultur-Programm, die Seminarplanung für das zweite Halbjahr 2014 und die Koordinatoren-Wahl (dazu mehr unten).  Sobald weitere Details bekannt sind, werden wir euch das natürlich mitteilen!

Anmelden könnt ihr euch per Mail bei Anne (anne.ganzert@uni-konstanz.de). Bite gebt doch auch Bescheid, ob ihr ein Übernachtungsmöglichkeit in Berlin braucht, dann versuchen wir, den Berliner StipendiatInnen die Couches zu belegen (wer sich da angesprochen fühlt, darf sich natürlich auch bei uns melden!!)

Wir freuen uns auf euer Kommen! Hier das vorläufige Programm:

Freitag (10.01.)
Anreise bis 18:00 Uhr
Abendver
anstaltung (Theater, o.ä.)
 
Samstag (11.01.)
Seminarplanung 2. Halbjahr 2014
Vorstellung der Kandidaten für die Koordinatorenwahl**
Planung der Kultour
Aktuelle Projekte => Arbeitsgruppen, Foucault und Frei Heraus
Diskussion über AKKU-Kommunikation
Abends: Gemeinsames Essen
Sonntag (12.01.)

Koordinatorenwahl**

Sonstiges und Abreise ab ca. 13:00 Uhr

 

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**Zur Koordinatorenwahl: Katharina und Anne werden beide ihr Amt als Koordinatorinnen des AKKU niederlegen, und Platz für neues Engagement zu machen. Katharina wird als letzte „Amtshandlung“ werde  noch die KulTour 2014 betreuen, Anne bleibt noch in Förderung bleibt, und steht  den neuen Koordinatoren bei Bedarf mit Rat und Tat zur Verfügung. 
Daniel Hammer, der uns das letzte Jahr als quasi-Koordinator kräftig unter die Arme gegriffen hat, wird sich im Januar zur Wahl stellen. Für den (mindestens) einen weiteren Koordinatorenposten freuen wir uns, wenn der ein oder die andere eine Kandidatur in Erwägung zöge. Denn: the show must go on! Falls ihr Fragen zu dem Drumherum im AKKU habt, könnt ihr euch vorab selbstverständlich an jeden von uns wenden.
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Kultur und Legalität

19 Nov

Kultur und Legalität

Vergangenes Wochenende (15.-17-11-2013) fand ein tolles AKKU Seminar in der THA statt. Zum Thema Kultur und Legalität schmissen sich TeilnehmerInnen und ReferentInnen hart in die Denkerpose und konnten so hervorragend miteinander diskutieren und viel von einander lernen. Mehr dazu bald auch im freiraum.

Danke an das Organisationsteam Beatrix Kempf, Simon Löfflad und Jonas Werner für eine rund um gelungene Angelegenheit!

Fundstück XXVIII

22 Okt

Robert Capa mit Kamera im Mai 1937, Fotografie von Gerda Taro.

Heute vor hundert Jahren wurde der ungarisch-amerikanische Fotograf Robert Capa geboren (1913-1954). Als Kriegsfotograf dokumentierte und inszenierte Capa die großen Kriege des 20. Jahrhunderts: u. a. den Spanischen Bürgerkrieg (1936-1939), den Zweiten Weltkrieg (1939-1945) und den ersten Indochinakrieg (1946-1954).

Bekannt wurde Capa durch sein Bild eines fallenden Soldaten im Spanischen Bürgerkrieg. Das Foto [vgl. die Abbildung auf wikipedia] erreichte besondere Aufmerksamkeit, da es den Tod eines Republikaners inszenierte. In der Folge gab es viele Kontroversen über die „Authentizität“ des Bildes, die für sich genommen die zeitgenössischen Diskussionen darüber abbilden, wie „dokumentarisch“ oder „objektiv“ Fotografie überhaupt sein kann.

1939 wanderte Capa in die USA aus, um einer Verfolgung der Nazi aufgrund seiner jüdischen Herkunft zu entgehen. Im Zweiten Weltkrieg war er der einzige nicht-amerikanische Journalist. Seine Dokumentation des D-Day hat das Bild der Landung der Aliierten in der Normandie nachhaltig geprägt und fand als visuelle Referenz für den Film Saving Private Ryan auch Eingang in die Populärkultur. Capa steht heute dafür den Fotojournalismus und vor allem die Fotokriegsberichterstattung verändert zu haben.

Robert Capa verstarb am 9. Mai 1954 im Indochinakrieg in Folge einer Explosion einer Landmine. In ihrem Song „Taro“ erzählt die englische Band Alt-J von einer fiktiven Liebesgeschichte zwischen Capa und der ersten Kriegsfotografin Gerda Taro, die im Tod zueinander finden.

Einladung

16 Okt
Wir möchten Euch heute herzlich zum nächsten AKKU Seminar einladen: Vom 15.-17. November geht es in der Theodor-Heuss-Akademie um „Kultur und Legalität“. Im Programm  findet ihr die Vorträge und andere Einzelheiten, z.B. dass wir uns dem Thema aus den Winkeln von Recht, Kunstwissenschaft, Kulturpolitik und angewandter Kunst widmen werden.
Wenn Euch das interessiert könnt ihr Euch hier direkt anmelden: https://shop.freiheit.org/#!/events/id/7cecw
Es freuen sich auf Euch die OrganisatorInnen Beatrix Kempf (Berlin), Kristina Schönfeldt (Freiburg), Jonas Werner (Berlin)

KVT Liveticker No. 10

31 Aug

Bekannte Gesicher: Altstipendiat Julian Wishahi spricht darüber, „Wie physikalische Grundlagenforschung die Welt verändert…. oder auch nicht.“

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KVT Liveticker No. 9

31 Aug

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Kategorie Neues aus der Begabtenförderung: Verena Waschulczig.
Uuund: Die KulTour 2014 führt uns evtl. nach Sofía. Mitmacher und Mitgestalter gesucht !

KVT Liveticker No. 8

31 Aug

Heute früh schon intensiv Demokratie gelebt:
Nach dem Ball 2014 in München wird der Ball 2015 in Münster stattfinden.
Die Inlandsakademie 2014 veranstaltet der AK IU zur „Verantwortung in Forschung und Entwicklung – Anpassung von Mensch und Umwelt auf Technologieentwicklungen“ .
Die Auslansakademie wird uns nächstes Jahr nach Uganda und Zentralafrika führen.

KVT Liveticker No. 7

30 Aug

Weinprobe pt. One:

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KVT Liveticker No. 6

30 Aug

Jetzt: AKKU brainstormt im feschen neuen Raum Kant

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